
An 40 Räumen oder Plätzen kann man heute auf dem LIN DEN HOF verweilen. Manchmal stundenlang, manchmal nur, um die Wäsche zu waschen oder eine Schraube anzuziehen, manchmal um mal wieder ordentlich zu fluchen oder das Glück einer Hängematte zu geniessen. Zusammen mit mir, mit vielen oder alleine. Davon ausgenommen ist das komplette Erdgeschoss von LIN DEN, in dem meine Mutter lebt. Aber es ist ja genug Raum und Platz da. Manchmal schaffe ich es in einer Woche nicht, überall zu sein und mir Zeit zu nehmen. Manches hat seine Jahreszeiten. Es ist alles gut so.
Es ist die pure Dekadenz. Niemand kann etwa an einem Wochenende an allen 40 Plätzen und in allen Räumen sein. Das soll auch niemand. Ich definiere meine ganz persönliche Dekadenz in diesem Kokon darin, dass es unendlich viel Platz und Situationen hier geben kann, die vielleicht auch nur einmal im Jahr ihre Bedeutung haben. Aber dann richtig.
So sollte man diese Liste lesen mit seiner Dekadenz, eine vorgeschlagene Haupttätigkeit pro Ort genannt zu bekommen.

Dachboden LIN DEN
eins: musizieren
Holzwände im +45 Grad Winkel schlucken das Raumecho. Platz für 10 Musiker.
zwei: schreiben
Vor der Reispapierwand, mit Blick auf den alten Bahndamm, mit einer alten Nähmaschine als Schreibtisch.
Erster Stock LIN DEN
drei: schauen
Der Holzterrassenbalkon mit Sonnensegel, Hängematte und Fatbags, zum sonnen oder nachts die Sterne sehen.
vier: essen
Gemeinsames Essen rund um eine Tafel.
fünf: kochen
Die Modularküche mit zusammenstellbaren Küchengeräten.
sechs: schlafen
Das Bett unter dem gemalten Baldachin in den Farben der Dorfkirche.
sieben: gehen
Der heruntergedunkelte Gang mit dem Epitaph aller Menschen auf dem LIN DEN HOF.
acht: baden
Das Old Style Badezimmer mit Wanne und Kerzen sowie grossem Spiegel.
neun: wahrnehmen
Das Medienzimmer mit Familiensofa vor der grünen Wand mit HomePods und Beamer, illuminiertem Globus, Mond und Büchern .
zehn: reinkommen
Der Gang hinauf zu den Wohnungen mit den Saunamänteln und -tüchern im Wandschrank.
elf: ankommen
Der Durchgang in Grün, Koffer und Schuhe abzustellen.
zwölf: duschen
Mit eingebauter Regendusche.
dreizehn: herbergen
Das Gästezimmer mit Tisch und eigener Küche, auch als Speisezimmer für vier Gäste geeignet.
vierzehn: plaudern
Zwei Lehnstühle, ein Sofa und ein Tee Service für die gepflegte Unterhaltung inklusive einem schnell ausklappbaren Gästebett.
Keller LIN DEN
fünfzehn: werken
Die Werkstatt mit allem Handwerkzeug, den Maschinen für 3D Druck und Bau und dem alten Schraubstock.
sechzehn: kellern
In einer ehemaligen Mechanikergrube sind Elektrik und Ersatzteile platziert.
siebzehn: heizen
Hier stehen im Durchgang und feuergeschützt der Pelletofen und der Wassertank für Wärme im Haus mit seinen drei Heizkreisen abgehend.
achtzehn: kellerlaufen
Der Verbindungsgang zwischen den Kellerräumen mit dem Stauraum für Gläser in einem alten Kartoffelbunker.
neunzehn: pellieren
Der Raum mit dem Pellettank und den Ersatzbetten für weitere Besuche.
zwanzig: weinen
Der leere Kellerraum mit einem Weinregal.
einundzwanzig: ablagern
Lebensmittelreserven lagern hier neben Getränken und dem Entsorgungsmüll, Farben und Leimen, Schläuchen an der Wand.
zweiundzwanzig: waschen
Die Waschmaschine und eine Installationen zum Wäschetrocknen.

draussen
dreiundzwanzig: schaukeln
Unter der Birke vor sich hin gartenschaukeln und dabei die Blumenwiese anschauen.
vierundzwanzig: hineintunneln
Hinter Büschen verborgen in einem gewachsenen Laubentunnel hinunterlaufen zur Birkenschaukel und zur Hoftreppe.
fünfunzwanzig: hinuntertunneln
Über die Radrampe unter den Büschen hinunter laufen.
sechsundzwanzig: nein sagen
Unter dem Busch sitzend alles Schlechte von sich lassen und locker herauskommen.
siebenundzwanzig: hängematten
Unter dem Walnussbaum zu zweit oder allein im Wind schaukeln und das Dorf betrachten.
achtundzwanzig: lauben
Sitzen und bei Essen und Trinken unter dem Sonnensegel sinnieren.
neunundzwanzig: eintauchen
Das Fussbecken unter der zweiten Laube mit Regenwasser für heisse Sommertage oder nach der Sauna.
dreissig: feuern
Feuerbecken mitten auf der WIE SE für BBQ und grosse Aussenfeuer.
einunddreissig: zelten
Ein Stamm und zwei Stützen für Zeltsegel gegen die Sonne und Kälte am Abend.
zweiunddreissig: zen
Der Naturzengarten zum Sitzen und Rauchen, zum auf die Wiese und in den Abend schauen.
dreiunddreissig: kugelspielen
Vor der Garage ist Platz für ein breites Petanque Spiel oder Federball.
vierunddreissig: wandwerfen
Das Garagenkino für Diavorträge und Sessions unter einem Dach.

HOF
fünfunddreissig: abduschen
Die Dusche gegen die Sommerhitze im Garten und auch eine Erfrischung nach der Sauna.
sechsunddreissig: abstellen
Alle Gartengeräte und die Rasenmäher in einem Raum.
siebenunddreissig: feiern
Der Partyraum für 10 Personen mit einem offenen BBQ Kamin.
achtunddreissig: saunen
Die Infrarotsauna für zwei Personen und ein Vorraum zum Sitzen.
neununddreissig: ruhen
Nach dem Saunen oder einer Feier zwei Liegen zum Ausruhen unter einem künstlichen Mond.
vierzig: lagern
Der Dachboden des HOFs voller Holz, Dachplatten, Tontöpfen und Metall für Werkarbeiten.
Die Räume für die Gäste









HOF



Der Gang um den LIN DEN HOF
Das 3D Modell des LIN DEN HOFs lässt beliebig nah und fern durch das Gelände streifen. Es ist vor Beginn der Bauarbeiten 2019 entstanden.
Wenn man 2022 um den LIN DEN HOF herum ging, sah man den kompletten Garten mit Lindengarten, Hofgarten und Wiese. Drei Hängematten und eine Bank luden schon zum Verweilen ein.
2025 flog Heiko C. Müller mit einer Leichtdrohne über den LIN DEN HOF und dokumentierte ihn in überflug als LIN DEN HOF OR CHE STRA Extended Session.
