Georgi. Berg.

Kunst sitzt in den Allgäuer Kirchen. Viel Barock wie die Wieskirche oder Kloster Ottobeuren. Aber eigentlich ist das Allgäu Romanisch in seiner Kirchenarchitektur. Vor allem in den kleineren Dörfern.

Der Georgiberg ist ein sehr gutes und schön erhaltenes Beispiel davon. Legendenumwoben. Auch wenn die Wortwahl der Jungfrauenlegende nicht optimal ist. Auf einem Berg und ausser an Sonntagen nur mit dem Schlüssel aus dem nahen Bauernhof zu betreten. Mit einem Mal steht man 1000 Jahre vorher da. Wandmalereien, die ich so schön nur im Kloster Münstair im Engadin gesehen habe.

Ja, die Figuren und die Deckenmalereien sind dann wieder barock ausgestaltet. Aber trotzdem beeindruckend.

Ein wundervoller Ort für einen Ausflug. Die Stille tut gut. Es gibt einen Betgang mit den 10 Stationen hier herauf von Untergermaringen. Falls jemand Fürbitten sprechen und pilgern will. Die Steigung ist eine Strafe für sich, aber auf Strafen steht man ja im Katholischen. Und damit ist man oft hart an der unfreiwilligen Komik.

Egal, erhebend ist der Ort mit wunderbarem Blick über das Voralpenland trotzdem.