Willkomma. Drhoim.

Am Abend vor der Beerdigung von Mama kommen die Familien zum Rosenkranz zusammen, und wir versammeln uns um ein wenig ihrer Asche. Legen das unscheinbare Säcklein noch einmal auf ihr Sterbebett.

Wir gehen zum Familienbaum auf der Wiese und stellen uns um ihn herum. Unter einem Stein von der Brietmühle nahe Krumau liegt sie nun und ist endlich «drhoim» wie Mama das in den Wochen vor ihrem Tod wollte. Es ist ein angenehmes Gefühl sie noch stofflich auf dem LIN DEN HOF zu wissen und einen zentralen Platz für sie bereit zu haben. Sie ist immer bei uns und liegt dort, wo ich auch einmal liegen will. Und sei es nur ein bisschen Asche von mir, unter einem Stein. Am Familienbaum. Das mag seltsam klingen, aber es verbindet die Familie, die um den Baum im Kreis stand. Sie ist es, die uns in der Welt hält und das Andenken an uns im Herzen trägt.