Walnuss. Herbst.

Auf der Fahrt zurück von Potsdam in die Schweiz mache ich einen Schlenker über den LIN DEN HOF. Mama sehen, dann einen Eimer nehmen und in den Garten gehen. Nach dem Ruhejahr trägt der Walnussbaum ordentlich und hat neben dem Laub nun auch die Nüsse fallen lassen. Ich ernte. Randvoll mit Walnüssen ist er danach. Viele noch mit Resten der schwarzen Schale um die eigentliche herum. Jetzt liegen sie in abstellen und musizieren zum Trocknen aus und werden im Winter wohlig verspeist.

Es ist etwas ganz Eigenes, im gefallenen Herbstlaub des Baumes die vielen Nüsse zu finden. Zuerst macht man sich mit dem Augen auf die Suche, doch nur die wenigsten Nüsse liegen so sauber und offen da, wie man es von den Supermarkt Auslagen kennt. Dann beginnt man das Laub mit den Füssen beiseite zu schieben, stellt aber fest: zu wenige der Walnüsse liegen wirklich auf dem Gras damit, sind mehr versteckt im noch letzten Grün. Schliesslich geht der Gang tastend voran, und wann immer man eine Wölbung unter den Sohlen spürt, greift man vorsichtig unter den Schuh, hat schon die schwarze Matschschale ein wenig abgestreift und nimmt die nächste Nuss auf. So tapt man unter dem Baum entlang und tastest sich zentimeterweise im Kreuzgang voran. Eine beharrliche, beruhigende Arbeit, vor allem wenn man gerade vorher 600 Kilometer über die Autobahn gebrettert ist.

Ich werde mir die ertasteten Nüsse – noch gereinigt und geknackt – schmecken lassen. Wer will auch welche?