Die Wochen auf dem LIN DEN HOF glänzen schon seit 5 Jahren nicht durch Langeweile. Vor allem weil da eineinhalb Häuser zu bauen waren. Und Mama zu versorgen, und die Arbeit untertags, und der Garten. Aber das grooved jetzt. Was seit neuestem passiert, ist etwas ganz anderes.
Diese Woche war eine der Begegnungen. Ich weiss, ich mache immer zu viel. Aber hier ging es nur zur Hälfte um mich, denn es kamen eine Menge an Menschen auf mich zu, die ich zum Teil 40 Jahre nicht gesprochen hatte.
- Jimmy/Jürgen/Kriwet und das Männerwochenende mit Fleisch, Wein und Tabak
- Das abgemagerte Klassentreffen mit Kalle, Lucia, Elfi, Markian, Obi
- Andrea mit ihrem chicen Mini tüütüüt und der Tasse Tee im Teezimmer
- Obi und die Wandervögel
- Sonja Kloiber (die der ich das erste Kasperltheater meines Lebens vorgeführt habe), wir haben uns vor dem Edeka getroffen und ein wenig geplaudert
- Irmi und Zoro der süsse Pudel (der ist allerdings neu, wuff)
- Holger und sein Stromer, der erste der die Auffahrt aus dem Stand schaffte, ohne grosse Spuren im Kies zu hinterlassen
- «el Chefe» Sepp Eichhorn
- Der kleine Nachbarsjunge, der mit mir das Gras zusammengeräumt hat («Ich bin so stark, ich konnte schon mit 4 einen Ziegelstein heben»)
- Der Jesus in der Kirche, dem ich geschätzte 30 Euro in Münzen hingelegt habe
- Frau Gottwald vom Gartenbauverein, die nie mit meiner Mitgliedschaft auftauchte, obwohl sie Nachbarin ist
- Manulla mit Karten für einen Wellbrüder & Gerhard Polt Auftritt beim Feuerwehrfest in Mettenbach (Mai 2026)
- Mama natürlich und ihre Fähigkeit Hopfen besser zu zupfen als ich
- Ed Bezoojien, mein Ex-Manager, immer noch überdynamisch, immer noch eine Inspiration, der Gute
- Eine Buche und eine Eiche, die ich am Wegrand gefunden und eingepflanzt habe

Ich habe die Denkzonen und Blumenwiese für den Winter zurückgeschnitten, ich habe Formen für die Weihnachtsbäckerei gedruckt und dabei den 3D Drucker verstopft. Endlich habe ich eine Idee, wie der Tisch in wahrnehmen aussehen kann. Ohne Metall, ohne PLA. Siemens ist für das Fiskaljahr 2026 geregelt, fast wie im Vorbeigehen, dabei ist es so wichtig, denn es zahlt das alles hier.
Und schliesslich fand der LIN DEN KREIS statt. Ganz der Regel «what happens at the LIN DEN KREIS, stays at the LIN DENKREIS» erzähle ich nix davon. Aber die KrautKässpatzn waren super, sagen die TeilnehmerInnen. Mehr sei nicht verraten:




Ich bin so müdeglücklich nach einer lange Woche. Die Eindrücke sind sehr stark und wirken. Der LIN DEN HOF ist aufgeräumt und schnurrt, alles ist an seinem Platz, ich habe nun gelernt, nicht immer alles gleichzeitig zu wollen. Es ist gut, wenn Dinge auch einmal nicht passieren und die 40 Plätze und Räume zu 4 zusammenschnurren, weil es passt. Aber mir ist auch klar, dass ich nach der Befriedung des Hauses und dem Wiederbeleben meiner Freundeskreise nun dabei bin, meine kreativen Arbeiten von damals zu einem heutigen, harmonischen Ganzen zu bringen. Manches davon sieht aus wie aus den 80ern. Manches ist vielleicht auch ein bisschen arg Klischee. Aber es ist in sich stimmig geworden. Dafür bin ich dankbar.
Ich nähere mich und lasse die Dinge neu tanzen. Befreit, nichts muss sein. Die Menschen sind es, die auf mich zukommen. Ich muss gar nichts tun, nur offen und da sein. Mir ist klar, dass ich mit dem LIN DEN HOF ein ziemliches Glücksgeschütz auffahre. Aber das ist in Ordnung, denn es ist für alle da und bildet keine keine Gefahr. Ich stehe stolz davor, öffne die Gartentüre und sage:
Komme rein, lass es Dir gutgehen. Das ist es was ich für Dich tun kann. Und ich tue es gerne.

Glücksgeschütz.
Was für ein feines Wort! Gefällt mir.
Und yes. KäsKrautSpatzen kann er, der Taglinger. So was von.
Und ich bewerb mich schon mal für einen Männer-Fleisch-Abend 😁
Die Städele
Hihi, Bewerbung weitergereicht. Wir melden uns. Vermutlich würden wir sie aber als Dame zu Tisch bitten.