Haindling. Füssen.

Vor 40 Jahren kam eine Musik in meine Gehörgänge, die ich seitdem nicht mehr los wurde. Haindling des niederbayerischen Musikers Hans-Jürgen Buchnerkam so ganz anders daher, weil es die mir eigentlich verhasste Blasmusik mit Pop zusammenbrachte und einen eigenen Microkosmos schuf, den ich nicht nur damals in Linden als Gymnasiast gerne hörte. Das Zeug nutzt sich nicht ab.

Und siehe da, Buchner und Haindling kündigten sich zum Konzert im Barockgarten des Festspielhauses Füssen an. Ja, Mensch, nix wie hin (mit zweien meiner Kinder, die keine Chance gegen die Einladung hatten)! Und tatsächlich: der alte Zauber stellte sich live wieder ein.

Ein wenig krude und naiv aber aufrichtig in dem, was er da sang, die Musik überraschend tight und klar, immer noch mit dem Brauchtum der väterlichen Landschaft verbunden, viel Alphorn dazu und afrikanische Trommeln, aber auch leise Töne und ein Hauch von Melancholie. Meine Kinder waren zuerst irritiert, dann sehr angetan davon. Wir fuhren summend durch den Regen auf den LIN DEN HOF zurück. Beim Einschlafen im Ohr: I hob di lang scho nimmer gsehn.