Du meinst noch «ach, so schlimm wird die Unwetterwarnung schon nicht werden», und Du denkst «ja nun, da hinten ist ein pfirsichfarbenes Wetterleuchten, aber hey…» dann geht der Hagelschlag auch schon los. Und Du stehst da mit einem letzten Rest Spezialbeton an den Treppen und will das jetzt bitte noch um die Ecke bringen. Aber nein.

Über eine halbe Stunde lang prasseln die Hagelkörner auf den LIN DEN HOF herunter. Schnell bleiben dort, wo ich gerade noch Wege einsandete und auf … ein bisschen … Regen hoffte, eine weisse Eisschicht liegen, verstopft die Dachrinnen. Überall regnet es Hagel und Wassermassen.

Dort wo wir gestern noch eine Mai Stubete machten, findet sich jetzt nur ein Wolkenbruch. Nichts erinnert mehr an den Sonnentag. Ich lasse es für den heutigen Arbeitstag sein, versuche mich in Ruhe… bis mir einfällt, dass ich die Werkstatttüre aufbehalten habe… und oh Schreck: drei Eimer voll stehen dort halb Eis halb Brackwasser herum. Jetzt darf ich auch noch putzen.


Die vielen Wetterwechsel stressen die Pflanzen, sind nicht mehr lustig. Es geht ja nicht um ein wenig Hagel, es geht um die Welt «upside down» in 24 Stunden. Da spielen ein wenig nicht verarbeiteter Beton keine grosse Rolle. Es geht in eine Achterbahn, aus der es keinen Notausgang mehr gibt. Ich hoffe auf einen besseren Morgen. Arbeitstechnisch. Ob ich auf ein besseres Klima hoffen soll, wage ich mich gar nicht zu trauen.